Abschied von den Baby-Boomern

Wer in den 1950er- und 1960er-Jahren erst den Kindergarten und dann die Schule besucht hat, wird sich bestimmt noch an eines erinnern: Es wimmelte nur so vor Kindern. Klassen mit 40 und mehr Schülern waren keine Seltenheit. Um bei dieser „Konkurrenz“ positiv aufzufallen, war Leistung nötig. Die Generation der so genannten Baby-Boomer wirkte denn auch maßgeblich an der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Bundesrepublik mit. Wovon vielleicht auch Ihr Unternehmen profitierte …

Fakt ist jedoch, dass die Baby-Bommer sich in den nächsten Jahren allerdings auf ihren Ruhestand vorbereiten. Damit verliert der Arbeitsmarkt Hunderttausende von gut ausgebildeten, leistungsorientierten und motivierten Mitarbeitern. Der Nachwuchs ist zwar da und größtenteils ebenfalls gut ausgebildet; die persönlichen Präferenzen sind aber andere: In den 1980er-Jahren gab es Computer, Mitte 1990er schließlich das Internet. Einher ging damit die Technologisierung von Erziehung und Ausbildung. Für nach 1977 Geborene wurde Fachwissen zum Allgemeingut und nicht mehr alleiniges Besitztum weniger Autoritäten – was zur Ablehnung steiler Hierarchien und präsidialer Unternehmensführung führte. Die so genannten „Digital Natives“ – junge Menschen, die mit Computern ebenso locker umgehen können wie einst Baby-Boomer mit Lego-Steinen – stellten Chefs vor neue Aufgaben. Heute wird das eigene Wohl und die eigene Karriere deutlich höher bewertet als früher. Für Vorgesetzte von Mitarbeitern die jünger als 35 Jahre sind, sollte daher folgendes beachtet werden:

  • Seien Sie Partner: Militärische Führung à la „Befehl ist Befehl“ fruchtet nicht. Chefs müssen in Zukunft überzeugen, und zwar mit Plausibilität und Wissen.
  • Seien Sie schnell: Wer überwiegend digital kommuniziert, erwartet und erhält meist auch umgehendes Feedback. Vorgesetzte sollten ihre Multitasking-Fähigkeiten ausbauen, um alle in kurzer Zeit auf den neuesten Stand zu bringen.
  • Seien Sie tolerant: Baby-Boomer arbeiteten noch, um zu leben. Im Gegensatz zu den „Twens“ von heute. Hier vermischt sich das Berufs- mit dem Privatleben, starre Arbeitszeiten und Stechuhr-Mentalität sind verpönt.
  • Seien Sie offen: Heimlichtuerei, Gemauschel und das „Wir-da-oben, ihr-da-unten“ sind längst passé, Transparenz ist die oberste Maxime.
  • Seien Sie fortschrittlich: Selbst wenn Sie Facebook & Co. für sich persönlich ablehnen, Social Media ist in modernen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Unterstützen Sie entsprechende Ambitionen bei Ihren Mitarbeiter – und halten sich ständig auf dem Laufenden, um Entgleisungen rechtzeitig zu entdecken und ihnen entgegen steuern zu können.

Wer in den 1950er- und 1960er-Jahren erst den Kindergarten und dann die Schule besucht hat, wird sich bestimmt noch an eines erinnern: Es wimmelte nur so vor Kindern. Klassen mit 40 und mehr Schülern waren keine Seltenheit. Um bei dieser „Konkurrenz“ positiv aufzufallen, war Leistung nötig. Die Generation der so genannten Baby-Boomer wirkte denn auch maßgeblich an der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Bundesrepublik mit. Wovon vielleicht auch Ihr Unternehmen profitierte …

 

„Die Baby-Bommer bereiten sich in den nächsten Jahren allerdings auf ihren Ruhestand vor“, warnt Dr. Sebastian Dominic von Buch von der Unternehmensberatung Becker von Buch in Hannover. „Damit verliert der Arbeitsmarkt Hunderttausende von gut ausgebildeten, leistungsorientierten und motivierten Mitarbeitern.“ Der Nachwuchs sei zwar da und größtenteils ebenfalls gut ausgebildet; die persönlichen Präferenzen seien aber andere: „In den 1980er-Jahren gab es Computer, Mitte 1990er schließlich das Internet.“ Einher ging damit die Technologisierung von Erziehung und Ausbildung, so der Unternehmensberater. „Für nach 1977 Geborene wurde Fachwissen zum Allgemeingut und nicht mehr alleiniges Besitztum weniger Autoritäten – was zur Ablehnung steiler Hierarchien und präsidialer Unternehmensführung führte.“ Die so genannten „Digital Natives“ – junge Menschen, die mit Computern ebenso locker umgehen können wie einst Baby-Boomer mit Lego-Steinen – stellten Chefs vor neue Aufgaben. „Das eigene Wohl, die eigene Karriere wird deutlich höher bewertet als früher“, sagt von Buch. Vorgesetzten von Mitarbeitern jünger als 35 Jahren rät er deshalb:

 

Seien Sie Partner

Militärische Führung à la „Befehl ist Befehl“ fruchtet nicht. Chefs müssen in Zukunft überzeugen, und zwar mit Plausibilität und Wissen.

 

Seien Sie schnell

Wer überwiegend digital kommuniziert, erwartet und erhält meist auch umgehendes Feedback. Vorgesetzte sollten ihre Multitasking-Fähigkeiten ausbauen, um alle in kurzer Zeit auf den neuesten Stand zu bringen.

 

Seien Sie tolerant

Baby-Boomer arbeiteten noch, um zu leben. Im Gegensatz zu den „Twens“ von heute. Hier vermischt sich das Berufs- mit dem Privatleben, starre Arbeitszeiten und Stechuhr-Mentalität sind verpönt.

 

Seien Sie offen

Heimlichtuerei, Gemauschel und das „Wir-da-oben, ihr-da-unten“ sind längst passé, Transparenz ist die oberste Maxime.

 

Seien Sie fortschrittlich

Selbst wenn Sie Facebook & Co. für sich persönlich ablehnen, Social Media ist in modernen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Unterstützen Sie entsprechende Ambitionen bei Ihren Mitarbeiter – und halten sich ständig auf dem Laufenden, um Entgleisungen rechtzeitig zu entdecken und ihnen entgegen steuern zu können.


Über den Autor:
 Dr. Dominic von Buch hat in den USA an der Marshall Goldsmith School of Management (MGSM) in dem Hauptfach Strategic & Change Management promoviert. Hier hatte er die Gelegenheit eng mit Igor Ansoff und Marshall Goldsmith zusammenzuarbeiten und hat so die modernen Managementmethoden und Entwicklungen kennengelernt. Außerdem hat er sich intensiv mit dem Thema Familienunternehmen auseinandergesetzt und hier auch ein Buch veröffentlicht. Heute ist er Assistent der Geschäftsführung der Becker von Buch Unternehmensberatung. In diesem Blog schreibt er über Strategisches Management, berichtet über aktuelle Trends und sonstige Interessante Entwicklungen für Unternehmer und Manager. Mehr von diesem Autor


Leave a Reply