Archive for the ‘Stichwort des Monats’ Category

Stichwort des Monats: Hidden Champion

Montag, Januar 16th, 2012

Berufseinsteiger in Deutschland bevorzugen mehrheitlich ein Familienunternehmen als künftigen Arbeitgeber: 62 Prozent der Absolventen ziehen solche Unternehmen, die als „Hidden Champions“ maßgeblich die Wirtschaftsentwicklung beeinflussen, einem Großkonzern vor. Das ergab eine Studie der Franz Haniel & Cie. GmbH.

Für die Studie mit dem Titel „Wer ist attraktiver? Großkonzern oder Familienunternehmen?“ hatte Haniel 824 Studenten aus Deutschland, Frankreich, Dänemark und Ungarn befragt. Die starke Rolle der Familienunternehmen in der Bundesrepublik sei im internationalen Vergleich außergewöhnlich, so ein Unternehmenssprecher. Häufig seien es mittelständische Unternehmen, die auf ihrem Spezialgebiet Weltmarktführer sind. Dies und die damit einhergehenden Aufgaben sind laut Haniel deutschen Absolventen wichtiger als Börsenrenommee.

Von einem Job in einem Großkonzern versprechen sich die befragten Studenten eine hohe Vergütung, gute Aufstiegsmöglichkeiten sowie ein internationales Arbeitsumfeld. Als Nachteile befürchten sie vor allem eine mit der Größe einhergehende Anonymität, schlechte Work-Life-Balance und lange Entscheidungswege. Mit Familienunternehmen hingegen assoziieren die befragten Studenten in erster Linie ein gutes Betriebsklima, kurze Kommunikationswege und bessere Möglichkeiten der Familienplanung. Auf der anderen Seite sehen sie die Gefahr, dass der enge Kontakt zur oftmals familien-dominierten Geschäftsführung Konfliktpotenzial birgt und die Aufstiegschancen im Unternehmen begrenzt sind.

Die Studie steht zum kostenlosen Download zur Verfügung: Ergebnisbericht Arbeitgeberattraktivität von Familienunternehmen

Stichwort des Monats: Appifikation

Dienstag, Dezember 13th, 2011

Das einzig Beständige in der Informationstechnologie ist die Veränderung. Getreu dieser Weisheit hat sich auch der Umgang mit Software entwickelt. War diese über Jahrzehnte an den Computer gebunden, existieren heute Hundertausende von „Applications“ – kurz: Apps – für Geräte, die eigentlich zum Telefonieren bestimmt sind. Und es werden täglich mehr!

Hauptgrund: Viele dieser Mini-Programme holen ihre Daten nicht aus dem Smartphone, sondern von mächtigen Internet-Servern. Statt über den Mobil-Browser ins Netz zu gehen, sorgen Apps für den direkten und in der Regel deutlich komfortableren Abruf von Daten. Dabei hinterlässt jeder Abruf eine eindeutige Datenspur, die neben den Geo-Koordinaten auch persönliche Vorlieben enthalten kann. Und genau darauf bauen die Anbieter von Apps, allen voran Betreiber von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken.

Einher mit der „Appifikation“ geht denn auch der Trend, persönliche Vorlieben nicht erst per Klick auf „Gefällt mir“ der Allgemeinheit zugänglich zu machen. In Zukunft wird es möglich sein, dass jeder oder zumindest der Freundeskreis per App automatisch erfährt, was man wo und bei wem gekauft oder heruntergeladen hat. Diese Entwicklung mag erschreckend sein, Unternehmern bietet sich damit aber eine neue Chance fürs Neugeschäft! Denn der mächtigste Umsatztreiber ist nach wie vor die Mundpropaganda: Ist der Kunde zufrieden, teilt er dies Freunden und Bekannten mit.

Kurz und gut: Sind Sie mit ihrem Unternehmen, seinen Produkten und Leistungen auch nach objektiven Kriterien betrachtet rundum zufrieden, sollten Sie sich mit ins App-Getümmel stürzen und zumindest für die Betriebssysteme iOS und Android Apps programmieren lassen. Dann können Sie schon bald auf Millionen von Smartphones präsent sein. Jedoch sollten Sie sich im Klaren sein, dass auch eine App nur dann zum Erfolg wird wenn Sie dem Nutzer einen echten Mehrwert bieten.

Stichwort des Monats: Social Müdia

Mittwoch, November 9th, 2011

Haben Sie oder Ihr Unternehmen auf Facebook eine marketing-orientierte Profilseite? Wie viele „Freunde“ konnten Sie damit bisher um sich versammeln? Und wie viel Zeit investieren Sie oder Ihre Mitarbeiter in die Pflege dieser Seite? Mit ziemlicher Sicherheit wird das Verhältnis von Aufwand und Ertrag negativ ausfallen. Aber das ist nicht weiter tragisch! Schließlich gehört es heute zum „guten Ton“, auf Facebook und/oder in anderen sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Immer mehr Experten warnen allerdings vor zu viel Engagement in diesem Marketingsegment. Denn aktuellen Untersuchungen zufolge soll die Zahl der Facebook-Fans, die online mit einem Unternehmen kommunizieren, in den vergangenen zwölf Monaten um zwei Drittel zurückgegangen sein. So ist denn auch von „Social Müdia“ die Rede: An Stelle der anfänglichen Begeisterung für das neue Medium ist Nüchternheit eingekehrt, man reagiert nur noch auf das, was einen persönlich unmittelbar betrifft.

Konsequenz dieses Trends:

Unternehmen sollten zwar weiterhin in sozialen Netzwerken Flagge zeigen, werbliche Aktionen aber deutlich herunter fahren. Auch bei Facebook & Co. gilt inzwischen das Grundgesetz des „normalen“ Internet: Erfolg hat nur der, der seinen Besuchern einen echten Nutzen bietet. So ist es beispielsweise deutlich effektiver, statt ein neues Produkt lediglich schwärmerisch zu bewerben, dessen Alltagstauglichkeit zu beweisen, mit Erfahrungsberichten von Kunden etwa. Bewährt hat sich auch die Verknüpfung der virtuellen mit der realen Welt: Laden Sie Ihre Facebook-Kontakte doch mal zu einer Veranstaltung ein, das kann eine Verkaufsshow ebenso sein wie ein „Tag der offenen Tür“ oder ein von Ihnen gesponsertes Konzert.

Stichwort des Monats: Strategisches Kommunikationsmanagement

Dienstag, Oktober 11th, 2011

Als am 5. Oktober die Nachricht vom Tod des Apple-Gründers Steve Jobs (56) die Welt erschütterte, kam kaum ein Nachruf ohne die Vokabel „Marketing-Genie“ aus. Zu Recht, denn kaum ein anderer verstand sich so gut auf den Verkauf von Produkten, die man eigentlich gar nicht benötigt. Steve Jobs war der geistige Vater von iPod, iPhone und iPad, zuvor revolutionierte er mit Apples Macintosh-Computern die Art und Weise, wie wir heute mit dem PC umgehen. Millionen Menschen weltweit erwarten Jahr für Jahr Neuigkeiten aus der Apple-Zentrale im kalifornischen Cupertino – und die Medien wurden nicht müde, auf ihren redaktionellen Seiten kostenlose Werbung für Apple zu machen. Inszeniert wurde der sprichwörtliche Hype durch Steve Jobs höchstpersönlich, dessen strategisches Kommunikationsmanagement auf zwei Säulen ruhte: „Verkaufe dich selbst“ und „Verkaufe keine Produkte, sondern Lösungen“.

Diese Strategie kann im Grunde jedes Unternehmen nutzen, und zwar so:

Integrieren Sie in Ihre Kommunikation die Person des Inhabers, präsentieren Sie in Prospekten, Broschüren und im Internet Fotos und persönliche Statements. Damit schaffen Sie Vertrauen und beweisen, dass Menschen hinter den Produkten oder Dienstleitungen stecken, keine Maschinen. Und da Menschen im Gegensatz zu lebloser Materie alles andere als statisch sind, bringen Sie Neuigkeiten aus der Geschäftsleitung kontinuierlich unters Volk, nicht zuletzt mit Hilfe der Medien.

Warum kaufen Menschen bestimmte Kühlschränke oder Autos? Wenn es nur darum ginge, Lebensmittel länger haltbar zu machen oder schnell und bequem von A nach B zu kommen, gäbe es nicht so viele unterschiedliche Hersteller. Menschen kaufen eben NICHT ein bestimmtes Produkt, sondern Lösungen bestimmter Probleme. Die müssen noch nicht einmal pragmatischer Natur sein: Sich beim Kauf und Gebrauch wohl zu fühlen, ist vielmehr das vorherrschende Kaufargument. Für Sie als Unternehmer bedeutet das: Kommunizieren Sie nicht nur die technischen Daten eines Produkts, sondern auch das Lebensgefühl, das mit dem Kauf einhergeht. Damit wirkt Ihr Unternehmen nicht nur viel sympathischer, Sie erzielen damit auch höhere Erträge. So wie Apple, deren Produkte traditionell deutlich teurer sind als vergleichbare Angebote der Konkurrenz.

Stichwort des Monats: Microjobber

Dienstag, September 6th, 2011

Vom Aufbau eines Ikea-Regals über den Anschluss eines Videorekorders bis zum Einkauf im Supermarkt: Für solche eigentlich unspektakulären Aufgaben werden weltweit viele Millionen Helfer gesucht. Das Problem ist nur: Wo findet man solche „Heinzelmännchen“? Schließlich bewegt sich die Bezahlung üblicherweise lediglich im zweistelligen Bereich. Wer in den USA bisher weder im Bekannten- noch Freundeskreis sachkundige Helfer fand, kann dafür jetzt die Hilfe des Portals TaskRabbit in Anspruch nehmen. Es ist ähnlich aufgebaut wie hierzulande die Handwerkerbörsen: Man meldet sich an, beschreibt die Aufgabe und den zu erwartenden Lohn. Schon bald werden sich „Microjobber“ melden und ihre Dienste anbieten, es bleibt dann nur noch die Auswahl des am besten geeigneten Kandidaten.

Arbeitsmarktexperten erwarten, dass sich solche Vermittlungsportale auch in Deutschland etablieren werden. Allerdings wäre die „kritische Masse“, ab der ein Portal auch Geld verdient, relativ groß. Denn wer nur 20 Euro für einen Job erhält, wird wohl kaum mehr als zehn Prozent Vermittlungsprovision bezahlen wollen. Somit bleibt nur zu hoffen, dass sich möglichst viele „Arbeitgeber“ melden und auf ein riesiges Heer helfender Hände stoßen …

Stichwort des Monats: Nulltarif-Marketing

Montag, August 8th, 2011

Der Slogan „Geiz ist geil“ ist zwar aus der Werbelandschaft verschwunden, dennoch herrscht nach wie vor in vielen Verbraucherköpfen die Devise „Hauptsache, billig. Und am besten noch, umsonst“. Treiber dieses Denkens sind unter anderem die Mobilfunkunternehmen, die Handys subventionieren. Allen voran aber die Druckerhersteller. Dutzende von Geräten sind billiger als ein Satz Tintenpatronen. Und genau das ist der Trick, der als „Rockefeller-Prinzip“ Geschichte geschrieben hat: Verkaufe ein teures Gerät möglichst billig oder verschenke es, der Profit kommt dann über das Verbrauchsmaterial. Kein Wunder also, wenn Druckertinte zu den teuersten Flüssigkeiten auf diesem Planeten gehört, für ein Liter sind bis zu 3000 Euro fällig!

Was Rockefeller einst mit seinen Öllampen schaffte, nämlich die Konkurrenz mit Nulltarif-Lampen aus dem Feld zu schlagen, kann Ihnen auch passieren. Selbst wenn einer Ihrer Wettbewerber drastische Preisreduktionen vornimmt, müssen Sie nicht unbedingt klein beigeben. Gegenmaßnahme: Erinnern Sie sich an das Verkaufsprinz „If you can’t beat them, join them“, zu Deutsch: Wenn du sie nicht schlagen kann, arbeite mit ihnen zusammen.

In Ihrem Fall muss dies natürlich nicht auf eine Fusion hinauslaufen, gemeint ist viel mehr, dass Sie es dem Wettbewerber sozusagen mit gleicher Münze heimzahlen. Entwickeln Sie ein eigenes „Super-Angebot“, das aber wenigstens unter einem Aspekt besser ist. So könnten Sie den Preis unterbieten und dafür das (immer notwendige!) Folgegeschäft leicht verteuern. Oder Sie bieten Zusatzleistungen an, die man nicht so ohne weiteres aus dem Gesamtpreis heraus rechnen kann. Was sie aber auf keinen Fall tun sollten, ist abwarten. Denn je schneller Sie mit einem besseren Angebot aufwarten, desto größer ist die Chance, Ihrem Wettbewerber Kunden abzujagen. Es sei denn, Ihre finanziellen Mittel erlauben keine solche Aktion. Es kann aber auch sein, dass Ihrem Wettbewerber nach kurzer Zeit die Puste ausgeht. Doch darauf zu hoffen, kann Sie ebenfalls einiges kosten: Verlorene Kunden!

Stichwort des Monats: Job-Rating

Mittwoch, Juli 13th, 2011

Das Internet ist für Unternehmer Fluch und Segen zugleich. Denn einerseits bietet das Netz eine weltweite Präsenz zu denkbar geringen Kosten, andererseits sorgt es für eine in manchen Fällen höchst unerwünschte Transparenz. Schon in wenigen Wochen kann ein in vielen „Offline-Jahren“ mühsam aufgebautes Image zunichte gemacht werden – durch negative Online-Bewertungen ehemaliger oder aktueller Mitarbeiter, die ihrem Unmut durch unwahre oder übertriebene Schilderungen Luft machen. Derzeit sorgt beispielsweise das Portal www.kununu.com für Aufruhr: Rund 133.000 (anonyme) Bewertungen für mehr als 54.000 Firmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz liegen vor, Tendenz: stark steigend.

Die gute Nachricht: Positive Bewertungen in Job-Rating-Portalen sind wirkungsvoller als Stellenanzeigen. Sie wirken einfach glaubwürdiger.

Die schlechte Nachricht: Gegen negative Bewertungen lässt sich so gut wie nichts ausrichten. Es sei denn, der (Ex-)Mitarbeiter nennt Namen von Vorgesetzten oder Kollegen, der Text enthält Beleidigungen oder nachweisbar Unwahrheiten. Ansonsten handelt es sich um Meinungen, die vom Grundgesetz gedeckt sind.

Stichwort des Monats: Rabattjäger

Dienstag, Juni 7th, 2011

Zu Schnäppchenjägern haben Handelsunternehmen seit jeher ein ambivalentes Verhältnis. Denn einerseits sind sie Kunden, die Umsatz bringen, andererseits schmälern sie die Margen teilweise erheblich. Seit es im Internet Portale wie „Groupon“ gibt, hat sich eine neue Spezies rasend schnell entwickelt: Die Rabattjäger! Die suchen ausschließlich das „Superschnäppchen“, und zwar online.

Für Handelsunternehmen mögen diese Zeitgenossen noch vertretbar sein, für Dienstleister können sie aber den Untergang bedeuten. Denn hier wird menschliche Arbeitskraft verkauft, und das geht nur nach und nach, nicht parallel. Würde beispielsweise ein Heizungsinstallateur als Ein-Mann-Betrieb Lieferung und Einbau einer Brennwerttherme 25 Prozent unter den marktüblichen Preisen anbieten, wäre das für ihn der Ruin: Schließlich will die Online-Rabattbörse einen zweistelligen Anteil an der Preisminderung, so dass der Rabatt schließlich bei 50 oder noch mehr Prozent liegt. Und selbst wenn sich 100 neue Kunden einfinden; wie will er diese in angemessenem Zeitrahmen bedienen?

Unser Rat:

Nutzen Sie Online-Rabattbörsen nur dann, wenn Sie margenstarke Waren anzubieten haben, die Logistik keine Probleme darstellt und die Man-Power vorhanden ist. Sie sollten nicht vergessen: Rabattjäger legen wenig Wert auf Service, für sie zählt nur eines: der Preis!

Stichwort des Monats: Wissensarbeiter

Donnerstag, Mai 5th, 2011

Wissen ist Macht, das wusste schon der englische Philosoph Francis Bacon (1561–1626). Für Firmen ist Know-how existenzentscheidend. Deshalb muss unternehmerisches Wissen lebendig gehalten werden. Angesichts des Fachkräftemangels kein einfaches Unterfangen. Es ist also Zeit, dass Wissensarbeiter in Aktion treten. Das sind diejenigen Arbeiter, die nicht für ihre körperliche Arbeit und manuellen Fähigkeiten entlohnt werden, sondern für die Anwendung ihres erworbenen Wissens. So formuliert es die „Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik“. Wissensarbeiter im aktuellen Kontext sind jene Fachkräfte, die einem Unternehmen – aus welchen Gründen auch immer – abhanden gekommen sind. Beispielsweise durch eigene Kündigung, durch Krankheit oder Rente. Und genau die gilt es, erneut zu aktivieren.

Wissensarbeiter reloaded

Eingesetzt werden solche „Wissensarbeiter reloaded“ beispielsweise als Berater oder Manager auf Zeit. Das Alter spielt dabei in den seltensten Fällen eine Rolle. Ganz im Gegenteil: Über viele Jahrzehnte aktive Privatiers fühlen sich geschmeichelt, wenn ihr Wissen wieder gefragt ist. Diese Chance sollten Sie nutzen: Bauen Sie aus Ihren „Ehemaligen“ einen Know-how-Pool auf, fragen Sie nach, wer für welche Aufgaben zur Verfügung stehen könnte. Erweitern Sie den Kreis noch um jene, die ihr Unternehmen freiwillig verlassen haben. Vielleicht lässt sich der eine oder andere von ihnen zur Rückkehr bewegen oder steht Ihnen – sofern es der Arbeitsvertrag erlaubt – als externer Berater zur Verfügung.

Wissensbilanz

Ein ganz wesentlicher Faktor zur Erhaltung des Firmen-Know-hows ist selbstverständlich auch eine aktuelle Beurteilung des intellektuellen Kapitals Ihres Unternehmens. Die so genannte Wissensbilanz! Eine Wissensbilanz ist ein durchaus wichtiges strategisches Instrument für Ihre Unternehmensführung, da sie Ihnen hilft Ihr Firmen-know-how zu erfassen, zu bewerten und dementsprechend zu optimieren. Das Fraunhofer Institut bietet in diesem Zusammenhang einen recht interessanten online „Wissensbilanz Schnelltest“ an.

Nachwuchsförderung

Ein weiterer wichtiger Faktor zur Erhaltung des Firmen-Know-hows ist die Nachwuchsförderung. Bieten Sie mehr Ausbildungsplätze an, schaffen Sie Rahmenbedingungen für Praktika. In direkter Zusammenarbeit mit Ihren Wissensarbeitern stellen Sie damit die richtigen Weichen für Ihre unternehmerische Zukunft. Denn schon in vier Jahren werden dem Arbeitsmarkt 1,5 Millionen Arbeitskräfte weniger zur Verfügung stehen als heute. Das hat die Bundesanstalt für Arbeit ausgerechnet.

Stichwort des Monats: Digital Pickpockets

Mittwoch, April 6th, 2011

Fast alle Taschendiebe sind Meister ihres Fachs: Unbemerkt greifen sie in die Handtasche oder ins Jackett und angeln die Geldbörse heraus. Dennoch besteht für sie ein hohes Risiko, und zwar immer dann, wenn sie mit den gestohlenen Sachen erwischt werden. Diese Gefahr könnte demnächst gebannt sein: Der „Taschendiebstahl 2.0“ kommt ohne physischen Wechsel aus, und was nicht da ist, kann auch nicht entdeckt werden. Um genau zu sein: Gestohlen werden keine Geldbörsen, sondern Daten, und zwar ebenso unbemerkt. Denn immer mehr Kreditkarten und Handys sind mit einer Funktion namens NFC ausgestattet. Das steht für „Near Field Communication“ und bezeichnet einen Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Strecken. Genutzt wird NFC beispielsweise zum berührungslosen Zahlen von Fahrkarten per Handy oder Kreditkarte oder für die Zugangskontrolle.

Derzeit sind zwar nur wenige Handys und Kreditkarten mit NFC-Technologie ausgestattet. Doch sowohl Apple als auch Google und Samsung haben für ihre Handy-Betriebssysteme entsprechende Unterstützung angekündigt. Damit wird die Verbreitung kurzfristig stark zunehmen. Die Gefahr der „Digital Pickpockets“, der digitalen Taschendiebe, liegt in den noch nicht ganz ausgereiften Sicherheitsstandards. So ist es technisch kein allzu großes Problem, sich per geeignetem Scanner gegenüber einem NFC-Handy oder einer NFC-Kreditkarte als legitimer Nutzer auszugeben und vollen Zugriff auf die gespeicherten Daten zu bekommen. Unsere Empfehlung: Warten Sie mit der Anschaffung noch so lange, bis die Datensicherheit eindeutig geklärt ist!