Stichwort des Monats: Strategisches Kommunikationsmanagement
Oktober 11th, 2011Als am 5. Oktober die Nachricht vom Tod des Apple-Gründers Steve Jobs (56) die Welt erschütterte, kam kaum ein Nachruf ohne die Vokabel „Marketing-Genie“ aus. Zu Recht, denn kaum ein anderer verstand sich so gut auf den Verkauf von Produkten, die man eigentlich gar nicht benötigt. Steve Jobs war der geistige Vater von iPod, iPhone und iPad, zuvor revolutionierte er mit Apples Macintosh-Computern die Art und Weise, wie wir heute mit dem PC umgehen. Millionen Menschen weltweit erwarten Jahr für Jahr Neuigkeiten aus der Apple-Zentrale im kalifornischen Cupertino – und die Medien wurden nicht müde, auf ihren redaktionellen Seiten kostenlose Werbung für Apple zu machen. Inszeniert wurde der sprichwörtliche Hype durch Steve Jobs höchstpersönlich, dessen strategisches Kommunikationsmanagement auf zwei Säulen ruhte: „Verkaufe dich selbst“ und „Verkaufe keine Produkte, sondern Lösungen“.
Diese Strategie kann im Grunde jedes Unternehmen nutzen, und zwar so:
Integrieren Sie in Ihre Kommunikation die Person des Inhabers, präsentieren Sie in Prospekten, Broschüren und im Internet Fotos und persönliche Statements. Damit schaffen Sie Vertrauen und beweisen, dass Menschen hinter den Produkten oder Dienstleitungen stecken, keine Maschinen. Und da Menschen im Gegensatz zu lebloser Materie alles andere als statisch sind, bringen Sie Neuigkeiten aus der Geschäftsleitung kontinuierlich unters Volk, nicht zuletzt mit Hilfe der Medien.
Warum kaufen Menschen bestimmte Kühlschränke oder Autos? Wenn es nur darum ginge, Lebensmittel länger haltbar zu machen oder schnell und bequem von A nach B zu kommen, gäbe es nicht so viele unterschiedliche Hersteller. Menschen kaufen eben NICHT ein bestimmtes Produkt, sondern Lösungen bestimmter Probleme. Die müssen noch nicht einmal pragmatischer Natur sein: Sich beim Kauf und Gebrauch wohl zu fühlen, ist vielmehr das vorherrschende Kaufargument. Für Sie als Unternehmer bedeutet das: Kommunizieren Sie nicht nur die technischen Daten eines Produkts, sondern auch das Lebensgefühl, das mit dem Kauf einhergeht. Damit wirkt Ihr Unternehmen nicht nur viel sympathischer, Sie erzielen damit auch höhere Erträge. So wie Apple, deren Produkte traditionell deutlich teurer sind als vergleichbare Angebote der Konkurrenz.










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