Stichwort des Monats: Appifikation

Das einzig Beständige in der Informationstechnologie ist die Veränderung. Getreu dieser Weisheit hat sich auch der Umgang mit Software entwickelt. War diese über Jahrzehnte an den Computer gebunden, existieren heute Hundertausende von „Applications“ – kurz: Apps – für Geräte, die eigentlich zum Telefonieren bestimmt sind. Und es werden täglich mehr!

Hauptgrund: Viele dieser Mini-Programme holen ihre Daten nicht aus dem Smartphone, sondern von mächtigen Internet-Servern. Statt über den Mobil-Browser ins Netz zu gehen, sorgen Apps für den direkten und in der Regel deutlich komfortableren Abruf von Daten. Dabei hinterlässt jeder Abruf eine eindeutige Datenspur, die neben den Geo-Koordinaten auch persönliche Vorlieben enthalten kann. Und genau darauf bauen die Anbieter von Apps, allen voran Betreiber von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken.

Einher mit der „Appifikation“ geht denn auch der Trend, persönliche Vorlieben nicht erst per Klick auf „Gefällt mir“ der Allgemeinheit zugänglich zu machen. In Zukunft wird es möglich sein, dass jeder oder zumindest der Freundeskreis per App automatisch erfährt, was man wo und bei wem gekauft oder heruntergeladen hat. Diese Entwicklung mag erschreckend sein, Unternehmern bietet sich damit aber eine neue Chance fürs Neugeschäft! Denn der mächtigste Umsatztreiber ist nach wie vor die Mundpropaganda: Ist der Kunde zufrieden, teilt er dies Freunden und Bekannten mit.

Kurz und gut: Sind Sie mit ihrem Unternehmen, seinen Produkten und Leistungen auch nach objektiven Kriterien betrachtet rundum zufrieden, sollten Sie sich mit ins App-Getümmel stürzen und zumindest für die Betriebssysteme iOS und Android Apps programmieren lassen. Dann können Sie schon bald auf Millionen von Smartphones präsent sein. Jedoch sollten Sie sich im Klaren sein, dass auch eine App nur dann zum Erfolg wird wenn Sie dem Nutzer einen echten Mehrwert bieten.


Über den Autor:
 Dr. Dominic von Buch hat in den USA an der Marshall Goldsmith School of Management (MGSM) in dem Hauptfach Strategic & Change Management promoviert. Hier hatte er die Gelegenheit eng mit Igor Ansoff und Marshall Goldsmith zusammenzuarbeiten und hat so die modernen Managementmethoden und Entwicklungen kennengelernt. Außerdem hat er sich intensiv mit dem Thema Familienunternehmen auseinandergesetzt und hier auch ein Buch veröffentlicht. Heute ist er Assistent der Geschäftsführung der Becker von Buch Unternehmensberatung. In diesem Blog schreibt er über Strategisches Management, berichtet über aktuelle Trends und sonstige Interessante Entwicklungen für Unternehmer und Manager. Mehr von diesem Autor


Ähnliche Beiträge:

  1. Stichwort des Monats: Digital Pickpockets
  2. Stichwort des Monats: Strategisches Kommunikationsmanagement
  3. Stichwort des Monats: Crowdsourcing
  4. Stichwort des Monats: Gleitzone
  5. Stichwort des Monats: Social Müdia

Leave a Reply